
Schauspiel
Lotte Loebinger
Auch bekannt als: Лотта Лёбингер, Лотте Лёбингер
Geburtsdatum
10. Oktober 1905
Todesdatum
9. Februar 1999
(verstorben mit 93)
Geburtsort
Kattowitz
Beliebtheit
trending_up1
Biografie
Die Tochter einer jüdisch-protestantischen Arztfamilie war nach dem Schulbesuch Kindergärtnerin, später Verkäuferin in Kiel. Nach dem frühen Tod der Eltern arbeitete sie im Kommunistischen Jugendverband mit. 1925 begann ihre schauspielerische Laufbahn in Breslau. Danach stand sie vor allem in Berlin auf der Bühne. 1929 bis 1931 spielte sie während einer ausgedehnten Tournee des Piscator-Kollektivs durch Deutschland und die Schweiz in dem Stück § 218 (Frauen in Not). In Fritz Langs Klassiker M gab sie 1931 ihr Filmdebüt. Vor den Nationalsozialisten flüchtete die überzeugte Kommunistin nach Moskau, wo sie Theater spielte und in dem antifaschistischen Film Kämpfer auftrat. Während des Krieges war sie Sprecherin bei Radio Moskau und am Sender „Freies Deutschland“. Nach dem Krieg kam sie 1945 nach Berlin zurück. Hier spielte sie meist am Deutschen Theater und am Maxim-Gorki-Theater. In Ost-Berlin spielte sie zunächst am Kleinen Theater unter den Linden, 1950/51 am Deutschen Theater, 1951 am Maxim-Gorki-Theater. Sie spielte 1946 in Gerhard Lamprechts Jugend- und Trümmerfilm Irgendwo in Berlin.[2] Als Filmschauspielerin erhielt sie zahlreiche Neben- und Hauptrollen bei der DEFA und beim DFF. So war sie in dem DEFA-Klassiker und Märchenfilm Der Teufel vom Mühlenberg von 1955 als Müllerin der Talmühle zu sehen. Sie war als Darstellerin die ideale Arbeitermutter mit sozialistischer Überzeugung; so als die Fürsorgerin Herta Scholz in Frauenschicksale. Als bitter und misstrauisch, aber nicht böse gewordene Bauersfrau Situra trat sie in Kurt Maetzigs Schlösser und Katen auf. Ab 1959 war sie auch in TV-Filmen zu sehen, z. B. 1967 als Mutter Mörschel in Kleiner Mann – was nun? Äußerst gegensätzliche Rollen spielte sie in zwei TV-Filmen von Thomas Langhoff: als schrullige Druckerei-Hilfsarbeiterin Klara in Ich will nicht leise sterben und als bornierte wie sympathische Kleinbürgerin Julia in Guten Morgen, du Schöne! nach einem Tonbandprotokoll von Maxie Wander. Lotte Loebinger heiratete 1927 den Politiker Herbert Wehner. Bereits in der Zeit des sowjetischen Exils trennten sich ihre Wege, die Scheidung erfolgte erst später. Loebinger war lange Jahre Mitglied der SED und Ehrenmitglied des Maxim-Gorki-Theaters.
Fotos


Der Staatsanwalt hat das Wort
Anna Helm
1965 • 1 Episode

Der Teufel vom Mühlenberg
Waldmüllerin
1955

Der Wüstenkönig von Brandenburg
1973

Das Mädchen Störtebeker
Tante Paula
1980 • 5 Episoden

Agentur Herz
Alte Frau
1991 • 1 Episode

Abschied vom Frieden
Mother Kalivoda
1979 • 3 Episoden

Das kalte Herz
Peters Mutter
1950

Kleiner Mann – was nun?
1967 • 2 Episoden

Einmal ist keinmal
Muhme
1955

Jan auf der Zille
Muttchen
1986

Ein Engel namens Flint
Ururgroßmutter
1991 • 5 Episoden

Ernst Thälmann - Sohn seiner Klasse
Emma Kramer
1954
Maria
Gurjanowna
1974
Testamente
Swetlana
1989

Semmelweis – Retter der Mütter
1950

Saure Wochen - Frohe Feste
Berta Böhme
1950

Guten Morgen, du Schöne
Julia
1990 • 1 Episode

Eine Stadt steht kopf
Lehrerin
1933
Das tote Tal
Olga Petrowna Andrejanowa
1957
Ein letzter Wille
Tina
1994