
Schauspiel
Marie-France Pisier
Auch bekannt als: ماری-فرانس پیزیه
Geburtsdatum
10. Mai 1944
Todesdatum
24. April 2011
(verstorben mit 66)
Geburtsort
Dalat, French Indochina
Beliebtheit
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Biografie
Marie-France Pisier war eine französische Schauspielerin, Regisseurin und Autorin. 1962 wurde Pisier von François Truffaut für den Film entdeckt. Der Regisseur suchte eine junge Schauspielerin für den Kurzfilm Antoine und Colette, der in den Episodenfilm Liebe mit zwanzig eingehen sollte, und gab daher eine Anzeige in der Zeitschrift Cinémonde auf. Truffaut ließ sie vorsprechen und gab ihr die Rolle. Der Kurzfilm, in dem sie das prüde Objekt der Begierde von Truffauts Alter Ego Antoine Doinel (Léaud) spielte, machte Pisier bekannt. Den Part der Colette übernahm Pisier erneut im Jahr 1968 in einem einminütigen Kurzauftritt in Geraubte Küsse. 1979 kehrte sie in Liebe auf der Flucht zurück, in dem sie Antoine im Zug und später seine Ex-Frau Christine (Claude Jade) trifft und sich mit ihr über Antoine unterhält. Pisier war gemeinsam mit Jean Aurel und Suzanne Schiffman auch Truffauts Co-Autorin von Liebe auf der Flucht. Pisier spielte nach der Zusammenarbeit mit Truffaut in eher unbedeutenden Genrefilmen. Daneben studierte sie an der Universität Paris-Nanterre und sympathisierte während der Pariser Mai-Unruhen von 1968 mit Daniel Cohn-Bendits „Bewegung des 22. März“ (französisch Mouvement du 22 Mars). Mit dem späteren Politiker verband sie auch eine private Beziehung. Der Durchbruch als Filmschauspielerin in Frankreich folgte 1975 mit ihrer Rolle in Jean-Charles Tacchellas international erfolgreicher Liebeskomödie Cousin, Cousine; ihre Darstellung der hysterisch-depressiven Ehefrau von Victor Lanoux brachte ihr den César als beste Nebendarstellerin ein. Im Jahr darauf gewann Pisier in der Rolle der Prostituierten Nelly in André Téchinés Barocco erneut den Preis, und es folgten Rollen in englischsprachigen Filmen. In Deutschland war Pisier 1981 unter der Regie von Hans W. Geißendörfer in der Thomas-Mann-Verfilmung Der Zauberberg als Clawdia Chauchat zu sehen. Im selben Jahr schlüpfte sie für George Kaczenders Einzigartige Chanel in die Rolle der Modeschöpferin Coco Chanel. Zehn Jahre später gehörte sie neben Sophie Marceau zur Darstellerriege von Andrzej Żuławskis Filmdrama Blue Note, in dem sie als George Sand die Geliebte von Frédéric Chopin auftrat. 1997 arbeitete Pisier mit Manuel Poirier an Marion, der Geschichte eines zehnjährigen Mädchens aus der französischen Provinz, das sich mit einer wohlhabenden Pariserin anfreundet. Mit Beginn der 1990er Jahre wandte sie sich vermehrt der Arbeit im Fernsehen zu und verkörperte unter anderem wiederkehrende Rollen in den Serien Venus und Apoll (2005), Milch und Honig (2009) und Le Chasseur (2010). In den 2000er Jahren erschien Pisier in Kinoarbeiten französischer Nachwuchsregisseure, etwa in Christophe Honorés In Paris und Maïwenn Le Bescos Verzeiht mir (beide 2006). Pisier war auch als Drehbuchautorin und Regisseurin tätig. Nachdem sie bereits an den Drehbüchern von Rivettes Céline und Julie fahren Boot (1974) und Truffauts Liebe auf der Flucht (1979) mitgearbeitet hatte, gab sie 1990 ihr Regiedebüt mit Le Bal du gouverneur. Der Film mit Kristin Scott Thomas und Didier Flamand in den Hauptrollen entstand nach einer eigenen Romanvorlage, in der sie ihre Kindheit in Neukaledonien verarbeitet hatte. 2002 inszenierte Pisier den Spielfilm Comme un avion mit Bérénice Bejo, zu dem sie der Tod ihrer Eltern inspiriert hatte.
Fotos







Ciné regards
Self
1978 • 3 Episoden

Spécial cinéma
Self
1974 • 2 Episoden

Vivement dimanche
Self
1998 • 2 Episoden

Sacrée soirée
Self
1987 • 1 Episode

Champs-Elysées
Self
1982 • 2 Episoden

Les Rendez-vous du dimanche
Self
1975 • 4 Episoden

Le Grand Échiquier
Self
1972 • 2 Episoden

Numéro un
The reciter
1975 • 1 Episode

Cinépanorama
Self
1956 • 1 Episode

Die Bankiersfrau
Colette Lecoudray
1980

Reflets de Cannes
Self
1954 • 1 Episode

Graf Luckner
Kim
1971 • 1 Episode

Dim Dam Dom
Self
1965 • 2 Episoden

Geraubte Küsse
Colette Tazzi (non créditée)
1968

Victor Charlie ruft Lima Sierra
Lisa
1979 • 3 Episoden

Die Schwestern Brontë
Charlotte Brontë
1979

Das Gespenst der Freiheit
Mrs. Calmette
1974

Der Teufel und die zehn Gebote
(uncredited)
1962

Julia von Mogador
Ludivine
1972 • 13 Episoden

Jenseits von Mitternacht
Noelle Page
1977