
In einem Frankreich, das von Hofrivalitäten und persönlichen Ambitionen zerrissen ist, bewegt sich Richelieu ohne Zierrat. Kein Glanz, kein Ruhm – nur das kalte Getriebe der Macht. Zwischen einem zögerlichen König, einem Adel, der von Auflehnung träumt, und Feinden, die sich vervielfachen, setzt der Kardinal seine Linie durch: zentralisieren, kontrollieren, Widerstand brechen. Die Serie folgt einem Strategen, der sich nicht hinter Moral versteckt. Er handelt, um den Staat aufrechtzuerhalten, selbst wenn er dafür jene zerschlagen muss, die sich ihm in den Weg stellen. Spionage, geheime Verhandlungen, entschlossene Machtgriffe… Richelieu spielt ein Spiel, in dem Fehler tödlich sind und das Überleben des Königreichs von einem Mann abhängt, der bereit ist, weiter zu gehen als alle anderen.

S1 E6 • 17.11.1977
Der Dreißigjährige Krieg brachte Frankreich bedeutende territoriale Gewinne, doch im Inneren des Landes erhöhte sich die Steuerlast, was Armut und Unzufriedenheit in der Bevölkerung verstärkte. Richelieu rief zudem heftigen Widerstand im Adel hervor, dessen Privilegien er durch die Stärkung der absoluten Autorität des Königs stark beschnitt. Mehrere Verschwörungen richteten sich gegen ihn. Die Cinq-Mars-Verschwörung, angeführt von einem königlichen Günstling, der sogar von Richelieu selbst gefördert worden war, stellte den letzten Versuch dar, ihn zu stürzen, scheiterte jedoch. Richelieu starb auf dem Höhepunkt seiner Macht am 4. Dezember 1642 eines natürlichen Todes. Mazarin, ebenfalls Kardinal, folgte ihm nach.
Hauptdarsteller

Marco Perrin
Henri IV

Maria Wimmer
Marie de Médicis

Maryvonne Schiltz
Léonora Galigaï

Mireille Audibert
La jolie dame de Paris

Georges Descrières
Bellegarde

Michel Bertay
Tisserand
Anne Deleuze
Marie-Madeleine Combalet

Hans Caninenberg
Ferdinand II

Jan Hendriks
Butler

Werner Kreindl
Illo

Alexander Kerst
Gallas
Malte Thorsten
Le cardinal infant