
Die Serie spielt im fiktiven Dorf Niederbörnicke in Brandenburg kurz nach der Wende. Die Kollegen auf dem Amt sind die Postangestellten Wolfgang „Wolle“ Stankoweit und Rudi Reschke, der Chef des Amts ist der aus Westdeutschland stammende Maximilian Mäßig. Die drei Beamten bilden eine Gruppe mit Zündstoff. Denn außer Briefmarken verkaufen und Pakete annehmen werden in Niederbörnicke auch politisch-satirische Reden geschwungen, angeregt von den Vorfällen im Postamt. Hier zeigen sich die Hindernisse der Wiedervereinigung und die Probleme der Politiker. Zum festen Bestandteil wurde auch das telefonische Nachfragen Stankoweits bei zahlreichen Mitgliedern der Bundesregierung, ein Running Gag, der die Handlung kurz unterbrach.

S4 E6 • 11.2.1996
Rin in die Kartoffeln – raus aus die Kartoffeln (24) Amtsleiter Mäßig überreicht Stankoweit und Reschke bessere Arbeitsverträge, denn er hat sich als Chef für beide im Rahmen der Rationalisierung geopfert und scheidet aus dem Dienst. Stankoweit hat den Eindruck, als verließen die Ratten das sinkende Schiff, denn ein Gutachter und Anlageberater der Rückversicherungsbank besichtigt die Räume des Postamtes. Mäßig hat seine Karriere-Rechnung ohne den Wirt, d. h. Frau Kaiser, gemacht, denn diese hat durch eine Bürgerinitiative bei der Umweltkommission erreicht, dass eine alte Scheune nicht abgerissen werden darf, in der vom Aussterben bedrohte Mehlschwalben nisten. Dort sollte ein neues Postamt für das neu errichtete Versandhaus von Niederbörnicke gebaut werden, wo Mäßig sich schon als Geschäftsführer sah. So muss er sich bei dem „neuen“ Chef seines alten Postamtes, Wolfgang Stankoweit, selbst neu bewerben. (Text: mdr)
Hauptdarsteller