
Am 4. Juli, dem Tag der Unabhängigkeitserklärung, feiern die USA 2026 ihr 250-jähriges Jubiläum des Bestehens. Doch heute wirken die Vereinigten Staaten auf viele Europäer zunehmend fremd und immer bedrohlicher. Das allgemeingültige Bild von den USA hat Risse bekommen. Ist Donald Trumps gegenwärtige Politik das Produkt einer historisch gewachsenen nationalen Identität? Wer die amerikanische Mentalität verstehen will, muss zurück zu den Wurzeln und Mythen, die sie geprägt haben. Eine Geschichte voller Brüche und Konflikte, die bis heute nachwirkt. Der Zweiteiler erklärt, was Cowboys mit Populismus zu tun haben und Thanksgiving mit Charlie Kirk und wie sich Trumps weltpolitische Strategie von der seiner Vorgänger unterscheidet.

S1 E2 • 23.6.2026
Der American Dream fasziniert bis heute: Er verspricht jedem Menschen Wohlstand und Erfolg durch harte Arbeit, unabhängig von Herkunft oder sozialem Status. Mit der Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts nahm der Glaube an Erfolg und Aufstieg dann neue Formen an. Umso dramatischer war der Wirtschaftszusammenbruch 1929. Erst Präsident Roosevelt gelang es, das Ruder mit seinem New Deal und Orientierung auf die soziale Verantwortung des Staates herumzureißen. Der Konflikt zwischen den beiden großen Parteien bekam dadurch eine neue Schärfe. Während die Demokraten für einen fürsorglichen Staat stehen, betonen die Republikaner die individuelle Eigenverantwortung und kritisieren die Ausweitung staatlicher Macht. Dieser Konflikt spaltet die USA bis heute. Dabei ist Patriotismus nach wie vor von zentraler Bedeutung. Donald Trump hat mit der langen Tradition der USA als Führer der freien Welt gebrochen. Er und seine "MAGA"-Bewegung stehen heute eher für einen neuen Isolationismus.
Hauptdarsteller

Tom Vogt
Self - Narrator

Heike Paul
Self - Interviewee

Elisabeth Anker
Self - Interviewee

Volker Depkat
Self - Interviewee
Michael Hochgeschwender
Self - Interviewee

Nikole Hannah-Jones
Self - Interviewee
Jessica Gienow-Hecht
Self - Interviewee
Melani McAlister
Self - Interviewee
Khalil Gibran Muhammad
Self - Interviewee
Michaela Hampf
Self - Interviewee
Jasper Trautsch
Self - Interviewee
Max Paul Friedman
Self - Interviewee