
Die fünfteilige BBC/ZDF-Koproduktion erzählt die Erfolgsstory unseres Heimatplaneten - von seinen Anfängen vor 4,6 Milliarden Jahren bis heute. Komplexe Themen wie Geologie oder Meteorologie werden durch eine leichtfüßige Erzählweise und den Einsatz neuer technischer Möglichkeiten zum Erlebnis. Beispielsweise ermöglichen Superzeitrafferaufnahmen mit vielen Monaten Laufzeit erstaunliche Einsichten: Der Zuschauer kann Gletscher zu Tal fließen sehen, beobachten, wie ein Vulkankegel wächst oder Sanddünen bei ihrer Wanderung durch die Wüste bestaunen. Satellitenbilder eröffnen neue Perspektiven, Schwerkraftmessungen helfen, dem Meteoriten auf die Spur zu kommen, der einst die Dinosaurier zum Aussterben brachte, und mit Hilfe von Radar kann der Zuschauer sogar einen Blick ins Zentrum eines Hurrikans werfen. Immer mitten im Geschehen ist der Präsentator der Reihe - Thomas Reiter. Wir hätten keinen Besseren finden können für das Unternehmen "Expedition Erde". Thomas Reiter gehört zu den wenigen Menschen, die den erdnahen Blickwinkel verlassen konnten und unseren blauen Planeten aus dem All betrachten durften. Als ehemaliger ESA-Astronaut kennt er das Universum wie kaum ein anderer, aber eben auch die Biografie der Erde und all die Kräfte, die unseren Planeten bewegen. Das Multitalent Thomas Reiter - Ingenieur, Jetpilot, Raumfahrer und jetzt Vorstandsmitglied des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt - ist ein glänzender Erklärer und überzeugt nebenbei auch vor der Kamera, als ob Souveränität und Charme zur Astronautenausbildung gehörten. Wir haben Thomas Reiter zu abgelegenen Orten der Welt begleitet. An der Westküste Australiens besuchte er die ältesten Bewohner der Erde, in Mexiko tauchte er in ein ausgedehntes Höhlensystem ab, und auf Island erkletterte er einen der gewaltigsten Gletscher der Erde. Mit diesem Programm ist ein weiteres Mal der Nachweis gelungen, dass Wissensvermittlung im Fernsehen überaus attraktiv sein kann.

S1 E5 • 18.12.2007
Im fünften und letzten Teil der BBC/ZDF-Reihe „Expedition Erde“ fragt Thomas Reiter nach der besonderen Rolle der Erde, die durch eine Vielzahl von außergewöhnlichen Bedingungen Heimat für das Leben werden konnte. Sie hat tatsächlich eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht: Innerhalb von viereinhalb Milliarden Jahren verwandelte sich der Planet von einem leblosen Gesteinsbrocken in die bunte, vielfältige Welt, wie wir sie heute kennen. Diese Entwicklung geschah keineswegs linear, die Biografie der Erde ist eine Auflistung von Zerstörung und Neuanfang. Thomas Reiter hat sich mit einem ZDF-Fernsehteam auf die Suche nach Hinweisen gemacht, die die wichtigsten Wendepunkte in der Erdgeschichte illustrieren. Im Dschungel Mexikos wurde er fündig. Dort taucht der Moderator in einer Höhle, die sich als Teil eines weitläufigen Tunnelsystems entpuppt. Erst kürzlich stellten Höhlentaucher fest, dass dieses System aus Durchgängen und überschwemmten Höhlen fast die gesamte Halbinsel Yucatan durchzieht. Aber erst moderne Geosatellitentechnologie ermöglichte den Wissenschaftlern herauszufinden, welchen Ursprung die geheimnisvollen Höhlen haben. Messungen aus dem All zeigen, dass sich die Höhlen am Rand einer gewaltigen trichterförmigen Struktur gebildet haben. Diesen Krater hatte vor 65 Millionen Jahren der Asteroid geschlagen, der den Untergang der Dinosaurier besiegelte. Am Ende seiner spannenden Reise durch die Geschichte der Erde stößt Thomas Reiter auch auf Spuren, die eine vergleichsweise neue Kraft auf dem Planeten hinterlässt: unsere Spuren. Der Mensch ist zum bedeutenden Faktor für die Erde geworden. Er ist dazu in der Lage, ihre Oberfläche und ihr Klima zu verändern. Aus dem All konnte Thomas Reiter vor allem auf der Nachtseite der Erde erkennen, wie dominant der Mensch tatsächlich ist. Die Lichtermassen der Städte und Siedlungen verdeutlichen die Ausbreitung des Menschen auf dem Globus. Er ist der nächste entscheidende Faktor in der langen Geschichte der Erde.
Hauptdarsteller