
"Ein Reich als Erbe, ein Kardinal als Herr."
Die Serie Mazarin (1978) erzählt den Aufstieg von Jules Mazarin, zunächst italienischer Diplomat und später Frankreichs wichtigster Minister nach Richelieu. Die Handlung zeigt, wie er das Vertrauen von Anna von Österreich gewinnt und zum politischen Mentor des jungen Ludwig XIV. wird. Im Verlauf der Episoden stellt sich Mazarin den Intrigen am Hof, dem Misstrauen der großen Adelsfamilien und den Wirren der Fronde, die die königliche Autorität bedroht und ihn mehrfach ins Exil zwingt. Trotz Pamphleten und Verschwörungen gelingt es ihm, die Ordnung wiederherzustellen und den Aufstieg des zukünftigen Sonnenkönigs vorzubereiten. Die Serie zeichnet so das Porträt eines geschickten Staatsmannes, oft umstritten, aber entscheidend für den Aufbau der absoluten Monarchie.

S1 E6 • 13.1.1979
Die Gespräche mit Spanien erreichen ihren Höhepunkt: Für einen dauerhaften Frieden muss Ludwig XIV. die Infantin Maria Theresia heiraten. Mazarin, sich der politischen Tragweite bewusst, beendet die Beziehung zwischen Ludwig und Marie Mancini. Trotz des Widerstands des jungen Königs setzt sich die Staatsräson durch. Marie wird vom Hof entfernt, ganz im Sinne der politischen Praxis des 17. Jahrhunderts, in der Ehen Bündnisse besiegelten. Ihr letzter, schmerzlich zurückhaltender Abschied markiert das Ende von Ludwigs Jugend. Er akzeptiert seine Rolle als europäischer Monarch, während Mazarin – krank, aber klaren Verstandes – den Frieden sichert, jedoch zum Preis des persönlichen Glücks seines Königs.
Hauptdarsteller