
Die Geschichte des europäischen Bauerntums, das im Laufe der Jahrhunderte viele Umwälzungen erlebt hat: von seinem Aufstieg im Mittelalter nach dem Untergang des Römischen Reiches über die Unterdrückung durch Adel und Kirche bis hin zu den Kämpfen um Freiheit und Modernisierung in der heutigen Zeit.

S1 E4 • 23.4.2024
Im 19. Jahrhundert waren die Bauern in Europa endlich frei. Doch die Industrielle Revolution und die Modernisierung beschleunigen ihren Niedergang. Sie verlassen die ländlichen Gebiete und ziehen in Scharen in die Städte. Während die Landflucht zunahm, machten die Konservativen die Bauern zur Verkörperung aller traditionellen Werte. Sie gelten als gehorsamer und härter arbeitend als die Arbeiter und werden das wichtigste Kanonenfutter im Ersten Weltkrieg sein. Der Faschismus und der Nationalsozialismus treiben die Mystifizierung auf die Spitze und beschwören einen ewigen Bauern, den Hüter des Bodens und des Blutes. Aber der wirkliche Bauer ist den Diktaten des Staates, der Technokraten und der Agrarwissenschaftler unterworfen. Gleichgültig gegenüber politischen Regimen, ist die Dampfwalze der industriellen Landwirtschaft seither immer weiter vorangekommen. Dennoch sind die Bauern immer noch da, um anderen Stimmen Gehör zu verschaffen.
Hauptdarsteller

Catherine Ringer
Self - Narrator (voice)
Miklós Attila Szőcs Boruss
Self - Farmer
Massimo Montanari
Self - Historian
Chris Wickham
Self - Historian
Edith Peytremann
Self - Archaeologist
Sheilagh Ogilvie
Self - Historian
Jean-Pierre Devroey
Self - Historian
Morgan Ody
Self - Farmer
Olivier Savoy
Self - Farmer
Tim Soens
Self - Historian
Lyndal Roper
Self - Historian
Antonio Onorati
Self - Farmer