
Bischofferode. Das Treuhand Trauma
1990, als Bischofferode in die Marktwirtschaft startet, liegt die Kaliproduktion in Ostdeutschland auf Platz 3, in Westdeutschland auf Platz 4 der Exportrangliste der Welt. Das Bischofferöder Kalisalz ist von besonderer Qualität und das Werk hatte daher bereits vor dem Mauerfall treue Kunden in Westeuropa, vor allem in Skandinavien. Im Westen gibt es einen großen Konkurrenten – die BASF-Tochter Kali und Salz AG aus Kassel. Der Film rekonstruiert den Mega-Deal in einem der wichtigsten Rohstoffmärkte der Welt. Die sogenannte Kalifusion war der größte Wirtschaftsdeal der Deutschen Einheit, der den Steuerzahler bis heute fast zwei Milliarden Euro gekostet hat. Der Freistaat Thüringen – das Bundesland mit den besten Kalivorkommen Deutschlands – ist bis heute der große Verlierer des Mega-Deals. Thüringen könnte reich sein, verliert aber neben Bischofferode fast alle Kaligruben und muss heute für die Sanierung und Sicherung der Bergwerke Jahr für Jahr Millionenbeträge einsetzen.
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Nutzerkritiken
Alle auf TMDB ansehenInterview mit dem Regisseur Dirk Schneider. > Dirk Schneider ist ein Autor und Regisseur, der Filme über die DDR-Geschichte gemacht hat. Er greift in seinen Filmen auch die Treuhandthematik nach dem Mauerfall auf. In seinem aktuellen MDR-Film "Die Jagd nach dem weißen Gold", der am Dienstag kommt, geht es um das Kalibergwerk in Zielitz. Damit möchte er die Geschichte von damals nachzeichnen, wi…





