
Der Film thematisiert die Geschichte einer jungen Jüdin, die in den Jahren des Nationalsozialismus von ihrer Freundin versteckt, mit deren Papieren in einem Spital behandelt wird und dort stirbt. Damit verliert die Freundin ihre offizielle Identität. Erstmals wird die Frage nach dem Verhalten von Freunden, Nachbarn, Hausbesorgern und Fremden während der Verfolgung der Wiener jüdischen Bevölkerung gestellt. Vordergründig ist „Das andere Leben“ ein spannendes Spiel mit der Identität, insgesamt aber ein erstaunlicher Beweis der Zivilcourage Alexander Lernet-Holenias (1897-1976), der das damals noch streng tabuisierte Thema der Judenverfolgung kurze Zeit nach dem Krieg literarisch aufgegriffen hatte. Das ambitionierte Filmstudio des Theaters in der Josefstadt, das nicht lange bestand, griff den Stoff auf und verfilmte ihn mit den Schauspielern des Hauses.
Hauptdarsteller

Aglaja Schmid
Elisabeth Josselin

Gustav Waldau
Hofrat Buschek

Vilma Degischer
Suzette Alberti

Siegfried Breuer
Bukowsky

Erik Frey
Latheit

Erni Mangold
Mizzi

Robert Lindner
Major Walter Josselin

Leopold Rudolf
Dozent Thomas Alberti

Anton Edthofer
General Rissius
Hans Ziegler
Dr. Heinrich Joel
Carl Günther
Oberst Schönborn
Kurt Sowinetz
Patient im Warteraum von Dr. Joel